Entwicklung

Die Typaldos-Methode erfährt nach dem Tode ihres Begründers Dr. Stephen Typaldos massives Interesse durch eine große Zahl von interessierten Ärzten und Therapeuten. Wir möchte Ihnen deshalb den Initiator Stephen Typaldos (25. März 1957 – 5. April 2006), kurz vorstellen.

Stephen Typaldos D.O.

Stephen Typaldos D.O.

Geboren und aufgewachsen in Südkalifornien studierte Typaldos an der University of California in Riverside und an der University of Health Sciences am College of Osteopathic Medicine in Kansas City. Sein Fasziendistorsionsmodell entwickelte und perfektionierte er bei seiner Arbeit in der Krankenhaus-Notaufnahme und in seinen eigenen Praxen in Kalifornien, Texas und Maine.

Neben seinem Engagement für die Behandlung schmerzhafter Verletzungen am Bewegungsapparat pflegte Typaldos zahlreiche andere Interessen abseits der Medizin. Er schrieb fünf Musicals, von denen er zwei in Maine als Regisseur und Produzent zur Aufführung gebracht hat. Er spielte gern Baseball, jagte und studierte Reptilien, sammelte Fossilien und interessierte sich für Politik und Geschichte.

Bei seinen Patienten war er als sympathischer, mitfühlender, genialer und demütiger Mensch beliebt. Eine Patientin schreibt auf einer amerikanischen Kondolenzseite im Internet: „Er hatte ein Herz aus Gold und einen interessanten Humor. Er kümmerte sich um seine Patienten und fühlte sich ihnen verpflichtet. Er wollte, dass es ihnen gut geht und sie sich nie aufgeben. Er war einzigartig und ein Original. Ich bin dankbar, dass ich ein kleiner Teil seines Lebens sein durfte.“

Stephen Philip Typaldos, der Entwickler des Fasziendistorsionsmodells erlag im Alter von 49 Jahren in einem Krankenhaus im Bundesstaat Maine einem Herzanfall.

Typaldos' Pionierarbeit auf dem Gebiet der faszialen Distorsionen ist gut dokumentiert und findet auch nach seinem Tod ständig neue Anhänger – unter den Behandlern und den Patienten gleichermaßen.

Die Typaldos-Methode an der Medizinischen Hochschule Hannover:

Zu den Lehrtätigkeiten von Prof. Dr. Matthias Fink (Klinik für Rehabilitationsmedizin, MHH) zählen auch ausgewählte Verfahren der Komplementärmedizin. Über zahlreiche wissenschaftliche Studien auf dem Gebiet der Komplementärmedizin entwickelte Prof. Fink seit 2004 ein weit verzweigtes Informationsnetzwerk. Gespräche, Kongress- und Seminarbesuche sorgten und sorgen für neue Eindrücke und die Bewertung neuer therapeutischer Diagnose- und Therapiemöglichkeiten auf dem Gebiet der Komplementärmedizin.

Der Kontakt zur Wiener Schule für Osteopathie und dort zu dem Typaldos-Experten Dr. Georg Harrer war so überzeugend, dass aus dieser Zusammenarbeit eine klinische Studie zur Überprüfung der Wirksamkeit des FDM bei Schultererkrankungen entstand. Im Ergebnis fand sich eine deutliche Überlegenheit der FDM-Therapie gegenüber einer klassischen MT-Therapie. Weitere klinische Studien zu akutem Rückenschmerz und Kopfschmerz werden derzeit durchgeführt.

Gleichzeitig initiierte die AIM mit dem Europa-Repräsentanten des Fasziendistorsionsmodells nach Stephen Typaldos, Herr Dr. Georg Harrer, erstmals 2006 an der MHH eine Fortbildungsreihe "FDM" für Ärzte und Therapeuten.

Seit dieser Zeit entwickelte sich aus dieser Zusammenarbeit durch zahlreiche Weiterbildungsveranstaltungen in Deutschland die weltweit größte FDM-Gemeinschaft. Ziel der AIM ist es, in den kommenden Jahren gemeinsam mit der EFDMA (European FDM Association) für sichere Qualitätsstandards in der FDM-Behandlung zu sorgen.